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Schutzschalter

FI Typ A oder Typ B am Balkonkraftwerk

In Wohnungen sitzt fast immer ein FI Typ A. Der sieht Wechsel- und pulsierende Gleichfehlerströme. Typ B sieht zusätzlich glatte Gleichfehlerströme. Für PV-Wechselstromkreise verlangt DIN VDE 0100-712:2016 grundsätzlich Typ B — es sei denn, der Wechselrichter-Hersteller gibt einen anderen Typ frei.

Angaben vom 2026-08-27|Recht, Norm und Empfehlung getrennt dargestellt

Wohnungsstandard

Typ A

Wechselfehlerstrom und pulsierender Gleichfehlerstrom.

PV-Kreis

Typ B, außer Freigabe

DIN VDE 0100-712:2016, mit Hersteller-Ausnahme.

Nicht dasselbe

RCMU ≠ FI

Überwachung im Mini-WR ersetzt nicht den Nachweis zum Kasten-FI.

Redaktion

Redaktion Balkonkraftwerkfinder

Über die Redaktion

Stand der Informationen

Angaben vom 2026-08-27

Verlinkte Vorschriften, Stand 2026-08-27

Quellen und Korrekturen

Keine Elektroberatung

Recherche, keine Elektro-, Rechts- oder Sicherheitsberatung. Auswahl und Einbau bleiben Aufgabe einer Elektrofachkraft. Text AI-bearbeitet, Mit KI unterstützt. Stand 2026-08-27.

Die drei Typen, ohne Verkäufer-Kürze

Shops verkaufen Sets. Die Frage „welcher FI hängt vor meiner Balkondose?“ steht nicht auf der Produktkarte.

FI-Typen im Wohnungsbau. Stand 2026-08-27.
TypWas er erkenntTypische Rolle
AWechselfehlerstrom und pulsierender GleichfehlerstromStandard-FI hinter der Zählerschrank-Verteilung
Fzusätzlich Mischfrequenzen (zum Beispiel Frequenzumrichter)eher Waschmaschine oder Wärmepumpe, nicht der Default
Bzusätzlich glatte Gleichfehlerströmeoft gefordert, wo Wechselrichter DC-seitig Fehler erzeugen können

Ein glatter Gleichfehlerstrom kann einen Typ-A-FI so vormagnetisieren, dass er nicht mehr zuverlässig auf einen späteren Wechselfehler reagiert. Deshalb ist die Typfrage bei PV keine Geschmacksfrage.

Normbezug über eine Herstellerauslegung, nicht als Volltext-Norm: SMA, Technische Information „Kriterien für die Auswahl einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung“, RCD-TI-de-45, Version 4.5. Dort: Wird eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung für den Schutz des PV-Wechselstrom-Kreises verwendet, muss sie vom Typ B sein. Ausnahme: Der Hersteller des Wechselrichters erteilt die Freigabe für andere RCD-Typen. Datei: files.sma.de/downloads/RCD-TI-de-45.pdf (abgerufen 26.08.2026). Die Information gilt für SMA-Geräteklassen in dem Dokument; sie ist kein Freifahrtschein für jeden Mini-WR.

Personenschutz allgemein: DIN VDE 0100-410. PV-spezifisch: DIN VDE 0100-712. Steckersolar-Produkt: DIN VDE V 0126-95.

Was die Steckersolar-Produktnorm zusätzlich macht

Das Umweltbundesamt (Seite „Steckersolargeräte (Balkonkraftwerke)“, zuletzt aktualisiert 18.03.2026) verweist auf die Produktnorm DIN VDE V 0126-95. Schuko am Haushaltsstromkreis ist danach nur unter weiteren Schutzmaßnahmen und nur bis zu einer Modulleistung von 960 Watt normgerecht beschrieben; darüber Energiesteckvorrichtung oder Festanschluss durch eine Elektrofachkraft. Quelle: UBA Steckersolargeräte.

Viele Mini-Wechselrichter führen intern eine Residual-Current- Monitoring-Unit (RCMU). Das ist eine Überwachung im Gerät, kein Nachweis, dass der vorhandene Typ-A-FI im Kasten denselben Job macht. Ob der Hersteller Typ A vor dem Gerät freigibt, steht im Datenblatt oder in der Herstellererklärung — nicht im Shop-Titel. Anschlussart ist eine andere Frage: Schuko oder Wieland.

800 W Ausgang ist nicht der FI

Die EEG-Sonderregeln seit dem Solarpaket (16.05.2024) gelten für Steckersolargeräte mit Wechselrichterleistung bis 800 Watt und Modulleistung bis 2.000 Watt. Der FI kennt keine Wp-Zahl. Details: 800-W-Regelung. Registrierung bleibt das Marktstammdatenregister. Quelle: Bundesnetzagentur, Balkon-Solaranlagen (abgerufen 26.08.2026). Ablauf: Anmeldung.

Mieter brauchen zusätzlich die Zumutbarkeitsprüfung nach § 554 Abs. 1 BGB (abgerufen 26.08.2026) — Erlaubnis der baulichen Veränderung, keine Elektroabnahme. Balkonkraftwerk als Mieter. Ob die Dose überhaupt dein Wohnungsstromkreis ist: Allgemeinstromzähler.

Was du prüfen kannst, ohne den Kasten umzubauen

  1. Welcher FI-Typ steht auf dem vorhandenen Schalter (A, F, B)?
  2. Steht im Wechselrichter-Handbuch eine ausdrückliche Freigabe für Typ A, oder nur „RCMU integriert“?
  3. Hängt die Balkondose hinter einem FI, der auch Küche oder Bad schützt — ein Auslösen legt dann mehr als den Balkon still.
  4. Ist die Dose dein Wohnungsstromkreis, nicht der Allgemeinstrom?
  5. Kein Gerät tauschen auf Verdacht. Abweichende Herstellerfreigaben gelten nur für das genannte Gerät.

Sets und ihre Anschlussanforderungen vergleichen: Vergleich. Ertrag hängt von Lage und Verschattung ab: Rechner. Speicher ändert den FI-Typ nicht von allein: Speicher nachrüsten. Prüfe die Angaben zu deinem Wechselrichter in der Herstellerunterlage und lass den vorhandenen FI von einer Elektrofachkraft beurteilen.

Muss ich vor jedem Balkonkraftwerk den FI auf Typ B tauschen?

Nicht pauschal. DIN VDE 0100-712:2016 fordert Typ B, wenn ein FI den PV-Wechselstromkreis schützt — mit Hersteller-Ausnahme für andere Typen. Ob dein Mini-Wechselrichter unter diese Ausnahme fällt, steht nur in seiner Freigabe.

Reicht der FI Typ A, weil das Set steckerfertig ist?

Steckerfertig beschreibt die Produktnorm und den Stecker, nicht automatisch den Typ im Zählerschrank. Ohne Herstellerfreigabe für Typ A bleibt die 712-Logik: Typ B.

Ist das eine Abnahme oder Installationsanweisung?

Nein. Diese Seite ist Recherche. Keine Elektro-, Rechts- oder Sicherheitsberatung. Bei Unsicherheit: Fachkraft plus Datenblatt, nicht Foren-Daumenregeln.